Pfeilspitze aus Flaschenboden
Hätte es in der Steinzeit Glas gegeben, hätte man Glas für die Steinwergzeugherstellung genommen. Glas ist ein Rohmaterial, das sie heute überall finden, sogar in der Natur. Flaschen liegen fast überall herum. Und ich bin mir sicher, sie haben eine leere Flasche zu Hause, die den Weg zum Glascontainer noch nicht gefunden hat. Dann können sie ja gleich loslegen.
Zunächst benötigen sie noch einen großen Nagel, der länger ist, als ihre Flasche. Stecken sie den Nagel in die Flasche und beginnen sie mit dem Nagel rundherum auf den äußeren Rand des Flaschenbodens zu klopfen. Machen sie das mit Gefühl. Nach wenigen Augenblicken wird der Flaschenboden herausbrechen. Achtung! Die Kanten sind scharf wie Rasierklingen.
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Nehmen sie einen Schleifstein und reiben sie diese scharfen Kanten ab. Damit sorgen sie gleichzeitig auch einen guten Halt ihres Druckwerkzeuges. Ein Druckwerkzeug ist ein Griff mit einer eingesteckten Kupferspitze. Das kann ein dickerer Kupfernagel sein, den sie im Baumarkt erhalten. Als Griff, können sie einfach ein Stück von einem Ast nehmen. Spitzen sie den Kupfernagel zu.
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Jetzt brauchen sie noch ein Stück dickes Leder, das sie sich in die Hand legen können, damit sie vor abbrechenden Splittern geschützt sind.
Legen sie jetzt das Glasstück auf ihr Lederstück in ihrer Hand. Die Hand mit der Glasscheibe legen sie nun auf ihren Oberschenkel. In der anderen Hand halten sie ihr Druckwerkzeug. Setzen sie das Druckwerkzeug auf und drücken sie fest auf diese Stelle. Nun sollte auf der abgewandten Seite ein kleiner Glassplitter ausbrechen.

Drehen sie das Glasstück um und setzen sie nun am Rand des Ausbruchs erneut ihr Druckwerkzeug auf. Drücken sie wieder und wenden sie wieder ihr Werkstück. Wiederholen sie den Vorgang, bis sie rundherum eine schöne Zick Zack Linie erhalten. Sie haben ein zweiflächiges Werkstück geschaffen, ein sogenanntes Biface.
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Zeichnen sie nun die Fläche ihrer Pfeilspitze auf den Flaschenboden.

Sie sehen, dass ihr Flaschenboden gewölbt ist. Beginnen sie nun das überschüssige Materil abzudrücken. Beginnen sie auf der konkaven Seite.
Ihr Flaschenboden ist immer noch konkav. Dadurch würde sich für ihren Pfeilspitz eine Biegung ergeben. Die Folge ist, dass er aber schlecht fliegen wird. Sie benötigen also einen geraden Pfeilspitz. Das erreichen sie, indem sie sich die Pfeilspitze von der Seite anschauen und sich eine gerade Linie vorstellen, die direkt durch die Pfeilspitze verläuft. Alles Material, das zu weit über diese Linie hinausragt, müssen sie entfernen. Die Biegungen werden sehr weit hinausragen, also müssen sie dort als erstes Material entfernen.
Wenn ihre Pfeilspitze gerade geworden ist, müssen sie sie noch exakt symetrisch arbeiten. Mit einem sehr gut gespitzten Drücker bearbeiten sie schließlich noch die Kante und schärfen sie, indem sie sehr kleine Flakes abdrücken.
Zu guter Letzt brauchen sie noch Kerben, um die Pfeilspitze in einem Schaft zu befestigen. Drücken sie mit einem gut gespitzten Drücker diese Nocken in die Pfeilspitze. Machen sie das einigermaßen symetrisch.

Ihre Pfeilspitze ist nun fertig.
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Sie können sie in einen Pfeilschaft einbauen und testen. Ich habe eine Pfeilspitze aus Glas getestet. Ich habe sie auf eine Autotür geschossen und die Spitze hat das Blech mühelos durchschlagen. Weitere Pfeilspitzentests sehen sie hier.








