Menu
Startseite Startseite
Gratis Survival Check Gratis Survival Check
Jürgen Gerzabek Jürgen Gerzabek
Gratisbeiträge Gratisbeiträge
Biwak Biwak
Fehler beim Biwakbau Fehler beim Biwakbau
Notschneehöhle Notschneehöhle
Wasser Wasser
Feuer Feuer
Gerben Gerben
Flintknapping Flintknapping
Schlagenergie Schlagenergie
Plattform Plattform
Winkel Winkel
Zentrallinie Zentrallinie
Blog Blog
Kontakt Kontakt
Partner Partner

Feuer mit der Eislupe

Feuermachen mit einer Eislupe zählt zu den primitiven Feuermachmethoden. Es ist sogar eine sehr effektive Art des Feuermachens. Sie benötigen lediglich möglichst reines Eis, einen Zunder und Sonne.
 

Reines Eis finden

Möglichst reines Eis finden sie an Gewässern. Sie kennen sicherlich das Problem bei der Eisbildung. Im Wasser ist einiges an Sauerstoff gebunden. Wenn das Wasser friert, hat der Sauerstoff meist keine Möglichkeit zu entweichen. Also wird er im Eis eingeschlossen. Dadurch bilden sich kleine Luftblasen im Eis, die das Eis trüben. Wenn sich zu viele dieser Luftblasen im Eis eingeschlossen haben, wird das Eis unbrauchbar. Eis, das sich auf offenen Gewässern bildet, ist insofern eine gute Ressource, wiel beim Gefrieren der Sauerstoff nach Unten in das nicht gefrorene Wasser entweichen kann. Das vermindert die Einschlüsse erheblich. Suchen sie sich also ihr Eis bei größeren Gewässern, am besten bei fließenden Gewässern.

Eislupe Eis finden

Eine andere sehr gute Quelle für reines Eis sind Eiszapfen, Eisstalagtiten und Eisstalagmiten. Wenn sie sehr klares Eis erhalten wollen, müssen sie das Wasser immer in Bewegung halten. Dadurch kann der Sauerstoff entweichen. Bei der Bildung der oben erwähnten Eisformen passiert genau das. Und deshalb finden sie so auch das reinste Eis.


Die Eislupe formen

Wenn sie reines Eis gefunden haben, dann müssen sie noch eine Lupe daraus formen. Die Sonnenstrahlen werden in einer Kugel am effektivsten gebündelt. Sollten sie allerdings eine Kugel formen, dann benötigen sie absolut reines Eis. Wenn das Eis einige Einschlüsse aufweist ist es immer besser eine dünnere Eislinse zu formen. Die Form der Linse muss konvex sein.

Die Effektivität der Eislinse hängt von mehreren Faktoren ab:

* Reinheit des Eises

* exakte Formung der Linse

* Größe der Linse

Ab einer Größe von ca. 10 Zentimetern ist ihre Linse auch mit einigen Verunreinigungen noch voll funktionsfähig. Kleinere Durchmesser müssen sehr reines Eis aufweisen und eine exakte Linsenform. Ich empfehle ihnen daher mit einem etwas größeren Durchmesser zu beginnen. Hacken sie zunächst ein Eisstück mit 20 cm im Quadrat heraus. Die Dicke sollte zumindest 5 cm betragen.

eislupe roh

Als nächstes beginnen sie die grobe Form der Linse vorsichtig aus dem Eis zu hacken. Das Eis sollte nicht springen, damit sie keine unnötigen Risse in ihrer Linse bekommen. Das beeinträchtigt die Funktion.

eislupe zurechthacken

Wenn sie die Form der Linse grob herausgearbeitet haben, können sie mit einem scharfen Messer etwas feiner werden.

eislupe messerschnitzen

Damit sie eine exakte Wölbung bekommen, verrate ich ihnen einen Spezialtrick

Nehemen sie einen runden Keksaustecher, eine Kaffeetasse aus Metall oder irgendein anderes, am besten scharfkantiges rundes Gefäß. Mit diesem Gefäß schaben sie nun an der Oberfläche eine Wölbung. Sie müssen dazu einfach ihre Schablone hin und her bewegen.

eislupe glätten

Je scharfkantiger ihre Schablone, desto schneller geht das. Wenn sie nichts zur Hand haben, müssen sie mit dem Messer nach Augenmaß arbeiten. Je exakter die Wölbung, desto besser der Erfolg. Anschließend polieren sie noch mit den Händen die Linse. Sie muss absolut durchsichtig und glatt sein. Und schon ist die Linse einsatzfertig.

eislupe fertig

Jetzt benötigen sie noch einen Zunder. Am besten eignet sich ein Zunderschwamm. Den müssen sie allerdings noch aufbereiten, indem sie die äußere Schale, sowie die inneren Sporen entfernen. Übrig bleibt dann noch ein lederatiges Stück. Sie können auch Holzkohle oder Pflanzenfasern als Zunder verwenden.

Dieser Anfangszunder erzeugt lediglich die Glut. Diese Glut müssen sie noch in ein vorbereitetes Zundernest geben, das sie dann zu einer Flamme blasen können. Wenn jetzt auch noch die Sonne scheint, dann kann es losgehen.

eislupe im einsatz

Legen sie jetzt den glühenden Zunder in ein Zundernest, dass sich auch zu einer Flamme blasen lässt, zum Beispiel Pflanzenfasern wie hier die Juttefasern.

Zunder Eislupe

Blasen sie jetzt noch den Zunder zu einer Flamme und entzünden sie damit ihr Feuer.

zunder zur flamme blasen eislupe

Beachten sie, dass diese Methode des Feuermachens nur bei sehr niedrigen Temperaturen funktioniert. Sobald es zu warm wird, wird ihr Eis trüb.

Ich wünsche ihnen viel Spaß mit dieser überaus genialen Technik. Wenn sie noch Fragen haben, dann zögern sie nicht, mir ein E-mail zu schreiben.

agb-impressum
     Impressum     AGB
Benutzername:
User-Login
Ihr E-Mail