Wasser – Survival Grundbedürfnis Nr. 2
Oft wird der Schlaf und das Survival Biwak in der Prioritätenliste nicht ganz oben eingereiht. Deshalb ist Erfrieren auch die häufigste Todesursache in Überlebenssituationen.
Survival läuft immer nach den 4 Grundprinzipien ab:
Wasser - das 2. Grundbedürfnis im Survival
Wärme - das 3. Grundbedürfnis im Survival
Nahrung - das 4. Grundbedürfnis im Survival
Merken sie sich diese Reihenfolge gut. Sie kann über ihr Überleben entscheiden. Das Survival Grundbedürfnis Nr. 2 heißt Wasser. Obgleich ich die Reihenfolge sehr streng einzuhalten gelobe, sollten sie trotzdem immer ihren Hausverstand benutzen. Die Situation wird ihnen sagen, was zu tun ist. Wenn sie mit dem Biwak Bau für ihr Survival Biwak begonnen haben, dann sollten sie auch daran denken, Wasser zu sich zu nehmen. Dehydration ist ein schleichender Tod. Speziell im Winter kann es passieren, dass ihr Durstgefühl nicht sehr groß ist.
Trinken sie regelmäßig. Wenn sie eine bestimmte Schwelle erreicht haben, kann ihnen alles Wasser der Welt nicht mehr helfen. Sie können dann sprichwörtlich in einer vollen Badewanne ersaufen. Je mehr sie sich anstrengen, desto mehr Wasser benötigen sie. Bedenken sie, dass ihr Körper zum Großteil aus Wasser besteht. Und ihr Körper hat auch Leck und deshalb müssen sie immer wieder nachfüllen.
Wenn sie immer ausreichend Flüssigkeit zu sich nehmen, bleiben sie Leistungsstärker. Essen sie nichts, wenn sie nicht auch etwas zu trinken zu haben. Das Wasser hat auch die Aufgabe, Schadstoffe aus ihrem Körper zu transportieren. Es verdünnt ihr Blut und so kann ihr gesamter Kreislauf besser in Schwung bleiben. Bei Wassermangel macht sich deshalb auch leicht Schwindel, Kopfschmerzen, Schwäche, und Kälte bemerkbar.
In der Stadt werden ihnen Flüssigkeiten zu vielen Gelegenheiten angeboten. Auch dort benötigen sie das Wasser. Erinnern sie sich? Die 4 Grundbedürfnisse müssen überall gestillt werden. Rufen sie sich immer wieder die Reihenfolge der 4 Survival Prinzipien ins Gedächtnis. In einer Ausnahmesituation läuft nichts mehr selbstverständlich ab. Je schneller sie das kapieren, desto besser werden sie mit solchen Situationen zurecht kommen.
Trinkwasser, das sie ohne Aufbereitung trinken können, ist auf unserer Erde knapp geworden. Sie können sich glücklich schätzen, wenn sie noch in Gegenden wohnen, wo das der Fall ist. Lernen sie so viele Techniken zum Wasserfinden und Aufbereiten, wie sie können. Und lernen sie vor allem jene, die effizient sind. Eine Solardestiallation funktioniert vor allem dort gut, wo viel Wasser vorhanden ist. Bedenken sie das und verschwenden sie ihre Energie nicht unnötig.
Da das Wasser schon fast überall sehr verschmutzt ist und die Kontamination mit Krankheitserregern über das Wasser quasi überall und schnell stattfindet, ist der Wasserfilter der einzige Ausrüstungsgegenstand, den ich wirklich empfehlen kann. Er ist verzichtbar, aber in der Übungsphase und auch später, spart er ihnen viel Zeit. Wenn sie stationär sind, ist alles kein Problem. Aber sobald sie in Bewegung sind, wird es mühsam alle 2 Stunden ein Feuer zu machen, damit sie ihr Wasser rein bekommen.
Gehen sie keine Risiken ein. Gerade die Puristen, die auf jeden Fall auf einen Wasserfilter verzichten, sind die ersten, die ich immer wieder im Krankenhaus besuche. Treffen wir uns lieber im Wald. Dort gefällt es mir und sicherlich auch ihnen besser.