Meine Name: Jürgen Gerzabek
Geboren 17.02. 1971 in Villach. Dort bin ich auch groß geworden. Am Stadtrand, der Heute nur noch wenig von dem gewaltigen Abenteuerraum bietet, den Kinder dort damals vorgefunden haben. Wenn ich die Zeit von damals mit heute vergleiche, dann möchte ich zumindest dort, heute nicht mehr Kind sein. Es gibt keine Banden mehr, keine Kindercliquen, die sich täglich treffen und neue verbotene Dinge ausforschen, keine Kirschbäume mehr in Nachbars Garten, die man erklimmen kann und die roten, knackingen Herzkirschen stiehlt. Und auch in den Wohnungen hat sich viel verändert. Computer, unzählige Fernsehprogramme, arbeitende Eltern, …
Ich hatte zum Glück noch das Privileg, die Kinderpfade, die durch dichtes Gestrüpp der benachbarten Prachflächen führten, zu benutzen. Da musste man aufpassen, dass man nicht von den feindlichen Kindergruppen, den sogenannten Stiazlern, erwischt wurde.
Die Wochenenden und Ferienzeiten durfte ich zusammen mit meinen 2 Geschwistern auf einer Alm in 1500 Meter Seehöhe verbringen. Wir wohnten dort in einem Ferienhaus genau an der Waldgrenze. Auch dort gab es zu dieser Zeit noch reichlich Kinder, die im Freien spielten. Und wir machten viele Sammelausflüge mit meiner Mutter, die uns viel über die Natur lehrte.
Mit zwölf Jahren erwachte mein Interesse für das Leben draußen. Ich baute mir viele Hütten. Es faszinierte mich und fasziniert mich auch heute noch. Es ist eines der Dinge, die jeder Mensch auch heute noch in den Genen trägt. Sobald eine Hütte fertig war, begann ich die Nächste. Ein fertiges Produkt hat mich nie lange fasziniert. Das ist auch heute noch so. Ich brauche sofort eine neue Herausforderung. Ohne einem neuen Ziel, einer Möglichkeit sich noch weiter zu entwickeln, neue Dinge zu lernen und neue Horizonte zu finden, wird mein Leben schnell fad. Wilderness Survival hat mir alle Möglichkeiten geboten. Und selbst nach 26 Jahren ist da noch soviel, das darauf wartet, noch genauer unter die Lupe genommen zu werden.
Hier sehen sie mich als Teenager vor 25 Jahren bei einem meiner ersten Survivalausflüge. Blutjung, unerfahren und voller Abenteuerlust. Die kleine Zeltbahn, ein Eßgeschirr und eine Feldflasche zählten neben einer Decke zur Standardausrüstung. Aber das änderte sich rasch. Das Ziel lautete damals: Die Ausrüstung minimiern, bis nichts mehr übrig ist. Und das habe ich nach und nach auch gemacht.
Ich begann meine Ausrüstung selbst zu bauen. Ich hatte ja kein Geld. Und so wurde mein erster Wildnisaufenthalt eher eine Kälteprüfung, als ein erholsamer Urlaub im Wald. Gemeinsam mit einem Freund, unternahmen wir einige Abenteuer in der Natur. Immer auf der Suche nach dem Kick. Von Anfang an war Survival für mich nicht das Umgehen mit Notsituationen, sondern eine Metapher für das einfache Leben in der Natur. Deshalb war ich stets bemüht, meine Ausrüstung zu minimieren. Bis ich schließlich auch lernte, ohne irgendetwas draußen zu leben.
Mit 17 traf ich dann meine ersten Indogenen Lehrer im hohen Norden Skandinaviens. Viele meiner Erfahrungen behandelt mein Buch: Mein Weg in die Wildnis. Unter der Tutelage dieser Mentoren veränderte sich meine Sichtweise auf die Natur. Zuvor war Natur das, was es für die meisten Erdbewohner ist: Eine Ressource. Aber zusehends erkannte ich die Natur als Lebewesen. Ich lernte, dass gegen sie anzukämpfen absolut sinnlos ist. Sie gewinnt immer. Da kann man Straßen asphaltieren und betonieren und doch durchdringt ein kleiner Grashalm diese scheinbar undurchdringlichen Barrieren. Ist das nicht faszinierend? Für mich ja. Für andere vielleicht nur ärgerlich, oder sogar beängstigend. Was hat die Natur für Kräfte, wenn sogar ein kleiner Grashalm Beton mit Leichtigkeit durchbricht?
Diese Frage gab mir den Wendepunkt in meinem Wilderness Survival. Als ich erkannte, dass ich selbst Natur bin, wurde mir auch klar, dass die selben Kräfte in jedem von uns Menschen steckt. Stellen sie sich das vor. Da arbeiten Leute mit Presslufthämmern und ein paar Meter weiter durchdringt ein kleiner zerbrechlicher Grashalm, den jedes Kind abreißen kann, den Asphalt.
Meine Mentoren häuften sich und ich lernte mehr über die Kräfte der Natur. Ich lernte die natürliche Ordnung der Dinge kennen. Ich hatte dann auch die Möglichkeit, 4 Jahre lang in einer selbstgebauten Hütte im Wald zu leben. Es war eine klasse Zeit. Das kann ich nur jedem empfehlen. Um tatsächlich die Reife zu erlangen, sollten junge Menschen neben der Matura (Abitur) auch ein Jahr in der Wildnis leben. Das ist eine ganz andere Reife, viel pragmatischer, viel lebensnaher. Meine Zeit im Wald gab mir ein sehr tiefes Verständnis über Zyklen, die natürliche Ordnung der Dinge und Abläufe in der Natur. Wachstum passiert immer nach bestimmten natürlichen Gesetzen. Auf meinem Naturmentoring Blog erfahren sie mehr über die Kunst des natürlichen Lernens und Naturmentoring.
Das Leben in der Wildnis war so cool, dass ich nicht umher konnte, eine Natur- Survival- und Wildnisschule zu gründen. Diese Schule mit dem Namen Natur Agentur leite ich nun seit 17 Jahren. Ich habe über 15.000 Menschen das Feuermachen und andere Survivaltechniken gezeigt. Das Lehren fasziniert mich. Und zu sehen, mit welcher Freude und Energie Menschen erfüllt werden, wenn sie ihr erstes Feuer in ihren Händen gebären, gibt mir Genugtuung.
Mit dieser Schnelltarnung werde ich in wenigen Minuten unsichtbar. Und die Tarnung ist so effektiv, dass die Leute nur wenige Zentimeter an einem vorbeigehen. Selbst in offenem Gelände sind sie mit dieser Tarnung unsichtbar.
Ich konnte neben meinen Ausflügen nach Skandinavien auch viele Reisen nach USA, Canada und anderen europäischen Destinationen machen. Das Wissen, die Fertigkeiten und die Weisheiten aus diesen Reisen und Beziehungen teile ich zusehend auch hier auf dieser Seite. Natürlich kann ein E-book oder ein Onlinekurs keine persönliche Lernsituation ersetzen. Aber die Erfahrung zeigt, dass viele Menschen dadurch weiterkommen. Den Weg des Lernens muss man ohnehin alleine durchreisen. Meine Lehrschriften geben sehr detaillierte Anleitungen. Das macht die Kurse für jeden leistbar. Ich hoffe auch weiterhin noch viele Lehrschriften zu verfassen, und mögen sie möglichst viele Menschen erreichen.
Ich hoffe auch, dass möglichst viele Menschen die Natur als ihren Partner erkennen und nicht als reine Ressource. Survival ist für mich Eingeborener in seinem Lebensraum zu sein, egal wo dieser ist. Die Menschen, die sich in ihrem Lebensraum am besten auskennen, sind auch die erfolgreichsten. Wenn sie also in der Natur leben wollen, dann müssen sie auch viel über die Natur wissen.
Heute lebe ich in Österreich und in Italien, wo ich mir mit meiner Frau und meinen drei Töchtern ein kleines Paradies auf Erden geschaffen habe. Hier kann ich meine Esswaldexperimente durchführen, die einsamen Wälder und Schluchten durchstreifen, und mich voll in meine Survivalfertigkeiten vertiefen.
2000 gründete ich das erste Wildnisfestival in Europa. Es führte viele der europäischen Wildnislehrer zusammen und findet heute auf Vereinsbasis unter dem Namen Hüter der Erde Wildnis Festival statt. www.hde.at
Ich wünsche ihnen viel Spaß auf meinen Seiten.
all good medicine
Jürgen Gerzabek
Posted under Allgemein
This post was written by admin on März 5, 2009



