Wie groß ist ihr Panikfaktor?
Immer mehr Menschen lernen Survivaltechniken. Das geschieht aus den verschiedensten Motiven. Aber eines bleibt immer gleich. Der Panikfaktor. Die wenigsten denken in ihrem Bemühen das Survivalhandwerk zu lernen daran. Aber der Panikfaktor ist das wichtigste Survivalwerkzeug schlechthin.
Wie sieht eigentlich ihr Panikfaktor aus? Was bringt sie aus der Ruhe?
Als erstes sollten sie wissen, dass sie nicht mehr klar denken und handeln können, wenn sie in Panik geraten. Das zeigen die Spuren von Vermissten, die keine Ahnung hatten, was sie in einer lebensbedrohenden Situation machen sollten. Im milderen Zustand laufen sie planlos umher, im heftigeren Panikzustand erstarren sie und erfrieren oft an Ort und Stelle.
Können sie sich vorstellen, dass es Schulklassen gibt, die auf eine Klassenreise verzichten, nur weil dort Handyverbot gilt. Ja, das gibt es. Sie können sich überhaupt nicht mehr vorstellen, 5 Tage ohne Handy zu sein. Solche Lapalien werden dann schon zu einer lebensbedrohenden Situation. Das ist ein Panikfaktor 1.
Für solche Leute ist es schon ein Survivaltraining, das Handy zu Hause zu lassen. Für Heinrich Harrer auf seiner Flucht nach Tibet lag der Panikfaktor bei 10. Dazwischen liegt ein ganzes Universum. Und dieses Universum wartet darauf, von ihnen betreten zu werden.
Was bringt sie aus der Komfortzone? Das Abenteuer beginnt direkt vor ihrer Haustüre, wenn sie anfangen, ihren Panikfaktor auszutesten. Wachsen sie über sich hinaus, jeden Tag. Wenn sie jeden Tag ihre Komfortzone verlassen, trainieren sie die wichtigsten Überlebensfertigkeiten - Ihre mentalen Überlebensfertigkeiten. Denn Hand aufs Herz: Schaden wird es nicht, wenn sie das Handy für eine Woche nicht benutzen, in der Freizeit meine ich natürlich.